
Das kalifornische Gaming-Unternehmen Valve hat überraschend drei neue Hardware-Produkte angekündigt, die Anfang 2026 erscheinen sollen, darunter eine kompakte Desktop-Konsole namens „Steam Machine“, ein neuer „Steam Controller“ und das drahtlose VR-Headset „Steam Frame“. Die Steam Machine ist mit einem modifizierten AMD-Zen-4-Sechskern-Prozessor ausgestattet, verfügt über eine RDNA3-Grafikeinheit mit 28 Compute-Units, 16 GB DDR5-RAM sowie ein Gehäuse mit nur 15,2 cm Höhe und rund 2,6 kg Gewicht.
Für Eingaben lädt der neue Steam Controller mit magnetischen Analogsticks, zwei druckempfindlichen Trackpads, vier frei belegbaren Griff-Tasten sowie einer Akkulaufzeit von bis zu 35 Stunden ein. Auch ein speziell entwickelter Funk „Puck“-Empfänger für bis zu vier Controller gleichzeitig ist Teil des Sets.
Mit dem „Steam Frame“ betritt Valve den VR-Markt mit ambitionierten Specs: Das kabellose Headset basiert auf einem Snapdragon 8 Gen 3, 16 GB LPDDR5X-RAM und bietet Pancake-Linsen mit bis zu 110° Sichtfeld, Unterstützung für 144 Hz-Displays und einen leichten Aufbau mit nur 440 g Gewicht. Eine stromsparende Architektur, vier Front-Kameras und Eye-Tracking sind ebenfalls integriert.
Spannend: Valve plant volle Kompatibilität mit bestehenden SteamOS-Geräten wie dem Steam Deck sowie mit dem Steam-Ökosystem generell. Preis und exaktes Release-Datum sollen Anfang 2026 folgen.
Alle Geräte basieren auf SteamOS 3 auf Arch-Linux-Basis und setzen auf offene Plattformprinzipien. Valve betont, dass weder neue Geräte noch Upgrade-Pflichten beim Kauf bestehen, bestehende Hardware bleibt unterstützt.
Ein Codeauszug verweist bereits auf ein mögliches „Half-Life 3“ als System-Seller-Titel, wenngleich keine offizielle Bestätigung vorliegt. Ob dieses Gerücht wahr wird, bleibt abzuwarten.
Mit dieser Ankündigung sendet Valve ein starkes Zeichen: Die PC-Gaming-Hardware erlebt eine neue Phase, weg vom bloßen Upgrade, hin zu integrierten Systemen, die nahtlos mit Software und Ökosystem vernetzt sind. Für Spielerinnen und Spieler heißt das: Potenziell mehr Auswahl und Leistung, gleichzeitig aber Unsicherheit bei Preis und Support. Wer früh einsteigen will, sollte ein Auge auf Valve-Partnerangebote und Specs haben.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Valves Hardware-Offensive tatsächlich Fahrt aufnimmt oder ob sich die Steam Machine in einer Nische verläuft. Wir können gespannt bleiben!
Hier könnt ihr euch den Trailer zur Hardware ansehen:
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